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Oleander

Düngen

Oleander ist ein Starkzehrer und benötigt viele Nährstoffe, um sein gesundes Aussehen zu behalten und viele Blüten zu bilden.

Wann sollte man Oleander düngen?

Im Frühjahr, etwa im März, endet die Ruhephase des Oleanders. Sie erkennen den Eintritt in die Wachstums- und Blühphase daran, dass sein gesamtes Aussehen wieder viel vitaler wirkt und seine Blätter einen dunkleren Grünton annehmen. Für einen optimalen Start in die neue Saison empfehlen wir, den Oleander gleich nach dem Auswintern mit einem Langzeitdünger zu versorgen, der für sechs Monate den Grundbedarf an Nährstoffen sichert.

Womit düngt man Oleander?

Am besten verwendet man bei einer Düngung zum Saisonbeginn einen handelsüblichen Langzeitdünger für mediterrane Pflanzen. Arbeiten Sie diesen mit dem Handgrubber vorsichtig in die Oberfläche des Topfballens ein und decken Sie alles mit einer dünnen Schicht neuer Erde ab. Wer das Gefühl hat, dass sein Oleander noch mehr Nährstoffe benötigt, kann ihn zusätzlich mit einem handelsüblichen Flüssigdünger für Balkonpflanzen mit hohem Phosphoranteil düngen – vor allem nach dem Abblühen und Rückschnitt des ersten Flors unterstützen Sie damit die Bildung neuer Blüten. Bei einer Grunddüngung mit Langzeitdünger im Frühjahr sollten Sie höchstens alle drei bis vier Wochen zusätzlich Flüssigdünger verabreichen. Ohne Langzeitdünger ist eine Flüssigdüngung im wöchentlichen oder 14-tägigen Rhythmus sinnvoll.

Schnitt

Oleander vor dem Überwintern schneiden

Üblicherweise schneidet man Oleander zurück, bevor er zum Überwintern ins Winterquartier umzieht. Meist geschieht dies aus Platzgründen, denn Oleandersträucher können sich mit den Jahren zu mächtigen Exemplaren entwickeln. Gerade wenn die Pflanze – was häufig vorkommt – unter Schildläusen leidet, ist dieses Vorgehen zu empfehlen. Hierbei sollten Sie aber darauf achten, nicht alle Triebe komplett zurückzuschneiden, da sich an den Triebspitzen bereits im Spätsommer die Blütenknospen für die kommende Saison gebildet haben.

Schneiden Sie stattdessen nur bis zur ersten Knospe zurück, können Sie sich auch im nächsten Sommer über eine reiche Blüte freuen. Außerdem kann die Pflanze jetzt ausgelichtet und querwachsende oder überhängende Triebe entfernt werden. Auch kranke oder beschädigte Zweige sollten Sie natürlich abschneiden. Achten Sie bei dieser Schnittmaßnahme darauf, höchstens ein Drittel aller Triebe zu entfernen.

Radikaler Rückschnitt im Spätwinter

Ist Ihr Oleander deutlich zu groß geworden und aus der Form geraten, unten verkahlt oder stark von Schädlingen befallen, sollten Sie ihn radikal zurückschneiden. Dieser Verjüngungsschnitt wird im Spätwinter – am besten im März – durchgeführt, da die Pflanze zu dieser Zeit sowieso sehr viel Energie in das Wachstum neuer Triebe steckt. Dazu setzt man den Oleander auf den sogenannten "Stock" – das bedeutet, alle Triebe der Pflanze werden etwa 10 bis 30 Zentimeter über dem Boden gekappt. Entfernen Sie zudem alle Pflanzenreste und Moose aus dem Kübel.

Das Ergebnis wirkt dann auf den ersten Blick etwas kümmerlich, da lediglich kurze Aststümpfe aus dem Topf ragen. Wie viele andere Gehölze auch ist der Oleander aber sehr regenerationsfähig und treibt schnell neu aus. Der Radikalschnitt sorgt zudem dafür, dass die Pflanze schön buschig wächst. Einen Nachteil gibt es allerdings: Bis zur nächsten Blüte müssen Sie sich ein Jahr gedulden, da alle Blütenknospen entfernt wurden. Ihre Pflanze wird es Ihnen aber danken!

Kontinuierlicher und regelmäßiger Schnitt

Besser als die radikale Variante ist ein regelmäßiger Schnitt. Dabei sorgen Sie dafür, dass sich im Strauchinneren keine quer wachsenden Verästelungen bilden. Entfernen Sie auch bodennahe Triebe, denn sie neigen gern dazu, über dem Kübelrand herunterzuhängen. Am natürlichen Standort breiten sich Oleander über solche auf dem Boden aufliegenden Triebe aus, da diese bei genügend Feuchtigkeit oft innerhalb weniger Wochen eigene Wurzeln bilden. Bei Topfpflanzen sind sie unerwünscht, denn sie erschweren das Gießen und das Einräumen ins Winterquartier.

Leichte Korrekturschnitte sind über die gesamte Vegetationsperiode möglich und führen zu einer Verlängerung der Blütezeit. Die meisten dauerblühenden Sorten remontieren nämlich gut, wenn Sie die abgeblühten Triebe bis spätestens Mitte Juli um maximal ein Drittel zurückschneiden.

Überwintern

Wie die meisten Kübelpflanzen aus dem Mittelmeerraum verträgt auch der Oleander nur leichten Frost. Fallen die Temperaturen zu weit unter die Null-Grad-Marke, sollten Sie die Pflanze im Haus überwintern.

Kündigen sich Fröste unter minus fünf Grad Celsius an, sollte man den Oleander in ein gut belüftetes Winterquartier stellen. Ideal ist ein kalter Wintergarten oder ein unbeheiztes Gewächshaus. Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig auf Schädlinge und gießen Sie sie gelegentlich. In wintermilden Regionen kann der Oleander mit einem Winterschutz draußen überwintern. Dazu platziert man den gut eingepackten Kübel auf einer Styroporplatte und schützt die Triebe mit einer Vlieshaube.