Feigenbaum
Pflanzort
Feigenbäume müssen vor kalten Winden geschützt werden. Dazu ist es am sinnvollsten, wenn man sie an der Hauswand anbringt, möglichst nicht direkt an der Wetterseite. Am besten gedeihen sie, wenn sie am Spalier hochgezogen werden.
Düngen
Ebenso, wie andere Pflanzen, benötigt auch der Feigenbaum die meisten Nährstoffe, wenn er wächst. Das ist zwischen April und September der Fall. Insbesondere Freilandfeigen sollten Sie in den Sommermonaten regelmäßig düngen. Gut ist, wenn Sie dem Gießwasser einmal in der Woche einen guten Schuss Dünger hinzugeben.
Einen Unterschied gibt es jedoch bei Feigen, die zwar im Kübel kultiviert werden, jedoch noch nicht im Freien überwintern. Dazu zählen Jungfeigen, die noch keine zwei Jahre alt sind und im Haus überwintern müssen. Diese Feigen vertragen auch in der Winterzeit regelmäßige Düngungen, die jedoch nicht wöchentlich erfolgen müssen.
Neben natürlichem Dünger wie Kompost, erhalten Sie auch im Handel Düngemittel, die für ein gutes Wachstum sorgen. Verschiedene Varianten haben sich jedoch als besonders wirksam herausgestellt:
- Gemüsedünger
- Zitruspflanzendünger
- mineralischer Volldünger
- üblicher Flüssigdünger
Setzen Sie Ihre Feige später ins Freiland, können Sie die ersten Düngungen mit einem Volldünger durchführen. Nach einigen Düngeperioden steigen Sie einfach auf herkömmlichen Flüssigdünger um. Wichtig ist, dass Sie einen Dünger wählen, der Phosphor und Kalium enthält. Kalium lässt die Feige gut heranreifen – gute Blütenstände entwickelt die Feige hingegen, wenn sie ausreichend Phosphor erhält.
Schneiden
Schneiden Sie Ihren Feigenbaum am besten im zeitigen Frühjahr – je nach Region und Witterung ab Mitte Februar bis Anfang März. Wichtig ist, dass nach dem Rückschnitt keine längeren Frostperioden mehr zu erwarten sind.
Entfernen Sie zuerst alle Triebe, die im Winter erfroren sind. Durch kurzes Ankratzen der Rinde lassen diese sich leicht identifizieren: Ist das Gewebe darunter trocken und gelblich, ist der Zweig abgestorben.
Das Totholz schneiden Sie entweder bis in die lebende Partie zurück oder entfernen den entsprechenden Trieb ganz. Wenn der Zweig ohnehin ungünstig positioniert oder die Krone an der Stelle zu dicht ist, schneiden Sie ihn am besten gleich direkt am Astring ab, damit an dieser Stelle kein neues Holz nachwächst. Ein lediglich eingekürzter Zweig treibt hingegen immer an mehreren Stellen wieder neu aus.
Nachdem das Totholz entfernt wurde, nehmen Sie sich alle stärkeren Äste vor, die ins Kroneninnere wachsen oder einfach zu dicht stehen. Sie nehmen den reifenden Früchten oft das Licht weg und sollten deshalb ebenfalls am Astring abgeschnitten werden. In der Regel müssen Sie dafür eine Astschere oder Astsäge zu Hilfe nehmen.
An den Enden der Haupttriebe stehen die Zweige bei Feigen oft sehr dicht, daher sollten diese Zweigpartien alle ausgelichtet werden. Meist können Sie jeden zweiten bis dritten Seitentrieb entfernen.
Die Enden jedes Haupttriebs sollten Sie außerdem einkürzen oder auf einen nach außen wachsenden Seitentrieb ableiten. Sehr lange Seitentriebe werden ebenfalls auf ein Außenauge eingekürzt. Am Ende sollte der Feigenbaum oder -strauch nicht zu dicht und die verbliebenen Fruchttriebe aus dem Vorjahr gut verteilt stehen. Wie bei Äpfeln gilt: Je "luftiger" die Krone ist, desto größer werden die Feigen und desto besser reifen sie aus.
Überwintern
Der Feigenbaum wirft im Herbst sein Laub ab. Wo die Winter erfahrungsgemäß sehr kalt sind, sollten Sie auch vermeintlich frostharte Feigenbäume lieber in Kübel setzen und sie wie die empfindlichen Sorten im Haus überwintern. Ob Feigenbäume besser im Haus oder im Freien überwintern, hängt neben der Sorte und der geografischen Region auch vom Alter der Pflanzen ab. Mit zunehmendem Alter wird ein Feigenbaum immer frostfester, weshalb es sich anbietet, die Pflanze für den Garten in den ersten Jahren im Kübel wachsen zu lassen und erst später auspflanzen.
Ein Großteil der Feigenbäume, die als Kübelpflanzen gehalten werden, sollte geschützt am oder im Haus überwintern. Im Haus oder in der Wohnung ist ein Platz auch meist schnell gefunden: Entweder im dunklen Keller, hell und kühl bei unter zehn Grad Celsius, oder als Notlösung auch in einem temperierten Zimmer oder im Treppenhaus. In diesen Fällen sollten Sie jedoch besonders auf Schädlinge achten, die bei milden Temperaturen im Winter vermehrt auftreten.